BDS / Coronainfos zusammengefasst 22.12.2020

Beitrag veröffentlicht am 23. Dezember 2020

Liebe Mitgliedsunternehmen,

heute haben wir ein weiteres Mal einige gesammelte Corona-Informationen für Sie, ich möchte aber die Gelegenheit nutzen und Ihnen auf diesem Weg auch ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest wünschen. Für 2021 wünsche ich uns ein besseres Jahr!

  1. Rückwirkende Testpflicht für Einreisende aus UK und Südafrika

In Bayern wurde am 21. Dezember 2020 eine Allgemeinverfügung zur besonderen Testpflicht für Einreisende aus UK und Südafrika erlassen.

Die Allgemeinverfügung gilt bereits ab dem 21. Dezember 2020 und regelt im Detail Folgendes:

Testpflicht bei Einreise

Wer sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland oder in der Republik Südafrika aufgehalten hat, muss bei der Einreise einen Corona-Test mit sich führen, diesen gegebenenfalls bei einer Grenzkontrolle vorlegen und nach Ankunft am Zielort auch unaufgefordert der dortigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen.

Wer bei Einreise keinen Test mit sich führt und vorlegt, muss diesen innerhalb von 48 Stunden nach Einreise unaufgefordert bei einer Teststation nachholen. Wer dieser Verpflichtung, den Test nachzuholen, nicht nachkommt, kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Rückwirkende Testpflicht

Wer am oder nach dem 11. Dezember 2020 und vor In-Kraft-Treten der Allgemeinverfügung am 21. Dezember 2020 eingereist ist und sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland oder in der Republik Südafrika aufgehalten hat, muss einen zum Zeitpunkt der Einreise aktuellen Test innerhalb von 24 Stunden nach In-Kraft-Treten der Verfügung (also spätestens am 22. Dezember 2020) unaufgefordert der für seinen aktuellen Aufenthaltsort zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen.

Wer keinen solchen Test vorlegen kann, muss diesen innerhalb von 48 Stunden nach In-Kraft-Treten der Verfügung (also spätestens am 23. Dezember 2020) unaufgefordert bei einer Teststation nachholen. Wer dieser Verpflichtung, den Test nachzuholen, nicht nachkommt, kann mit einem Bußgeld belegt werden.

Anforderungen an den Test

die zugrundeliegende Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Antigen-Schnelltests werden in diesem Zusammenhang auch akzeptiert.

Ausnahmen

Die Verpflichtung entfällt nur für Personen, die lediglich durch die genannten Gebiete durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten. Alle anderen Personen unterliegen der Verpflichtung.

  1. Steuer- und abgabenfreie Sonderzahlung für Beschäftigte – Auszahlungsfrist verlängert

Durch das Corona-Steuerhilfegesetz können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern vom 1. März bis zum 31. Dezember 2020 aufgrund der Corona-Krise Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuer- und abgabenfrei gewähren. Mit dem Jahressteuergesetz 2020 wird die Frist, in der ausgezahlt werden muss, bis 30. Juni 2021 verlängert.

Der Steuerfreibetrag von max. 1.500 Euro bleibt dabei unverändert. Die Fristverlängerung führt nicht dazu, dass im ersten Halbjahr 2021 nochmals 1.500 Euro steuerfrei ausgezahlt werden könnten, aber es wird der Zeitraum für die Gewährung des Betrages gestreckt.

  1. Home-Office 2020 und 2021: bis zu 600 Euro steuerlich pauschal absetzbar

Das Jahressteuergesetz 2020 führt für die Jahre 2020 und 2021 die Möglichkeit ein, bei Tätigkeit im Home-Office bis zu 600 Euro steuerlich pauschal abzusetzen.

Die anspruchsvollen Anforderungen zur steuerlichen Anerkennung eines Arbeitszimmers müssen dafür nicht eingehalten werden.

Konkrete Ausgestaltung der Home-Office-Pauschale

Der Steuerpflichtige kann für bis zu 120 Tage im Home-Office fünf Euro pro Tag steuerlich geltend machen – maximal also 600 Euro (§4 Absatz 5 Satz 1 Nr. 6b EStG, neuer Satz 4). Die Beschränkung auf 2020 und 2021 erfolgt in § 52 Absatz 6 EStG, neuer Satz 13.

Voraussetzungen und Nebenbedingungen

Der Steuerabzug ist möglich, wenn kein häusliches Arbeitszimmer vorliegt oder auf einen Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer verzichtet wird.

Allerdings darf der Steuerpflichtige seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit an diesen Tagen ausschließlich in der häuslichen Wohnung ausüben und keine außerhalb der häuslichen Wohnung gelegen Betätigungsstätte aufsuchen.

Zudem gilt:

  • Für steuerlich angesetzte Tage im Homeoffice darf die Entfernungspauschale nicht genutzt werden. Auch wird der steuerlich abgezogene Betrag mit der Werbungskostenpauschale verrechnet. Beides mindert den steuerlichen Effekt.
  • Übt der Steuerpflichtige verschiedene Tätigkeiten aus, sind die Tagespauschale von fünf Euro und der Höchstbetrag von 600 Euro darauf aufzuteilen; es wird nicht tätigkeitsbezogen vervielfacht.
  • Die Pauschale kann auch in Anspruch genommen werden, wenn ein anderer Nutzer der Wohnung eigene Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer abzieht.

Neue Aufzeichnungspflichten ergeben sich aus dem Gesetz nicht.

Inkrafttreten

Das Jahressteuergesetz 2020 wurde in Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Es wird voraussichtlich noch vor Jahresende 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und damit in Kraft treten.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund!

Thomas Perzl

Verbandssprecher / Referent für Politik und Kommunikation

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